» Bestesalter.net » Artikel » Gesundheit » Vorsorge » Blutdruck - Diagnostisches Verfahren

Blutdruck - Diagnostisches Verfahren (Vorsorge)

Diagnostisches Vorgehen
Jeder gewissenhafte Arzt prüft den Blutdruck auf Herz und Nieren, ehe er von einer Hypertonie spricht. Wie bekannt, bedingen äußere Umstände und innere Verfassung die Messwerte. Mediziner sprechen vom so genannten „Weißkitteleffekt“, wenn der Blutdruck während des Arztbesuches exorbitant ansteigt. Der Patient ist aufgeregt, unsicher und angespannt. Darum sagen zwei zeitlich getrennte Messungen mehr aus als eine einzelne Erhebung.

Man misst daher im Rahmen der Erstuntersuchung im Sitzen und an beiden Oberarmen sowie liegend an beiden Fußgelenken. Bei Personen mit erhöhtem Hochdruck-Risiko (Diabetes, Senioren) wird nach einigen Minuten stehend der Blutdruck bestimmt. Ist die Hypertonie dann amtlich und medikamentös eingestellt, reichen zur Kontrolle Druckmessungen an einem Arm.

Zur Befunderhebung gehören außerdem:
* eingehende Anamnese (vorliegende Erkrankung beim Patienten, familiäre Belastung, Gesundheitsstörungen im Verwandtenkreis, Suchtverhalten, Schlafgewohnheiten, Ernährung, Sport)
* eventuelle Auffälligkeiten in Blut und Urin klären (Abweichen von Laborwerten)
* EKG (Elektrokardiogramm); zeichnet die elektrischen Impulse der Herzmuskelfasern auf
* Blutdruck-Profil über 24 Stunden (tagsüber Messungen im Viertelstundentakt, in der Nacht halbstündlich)
Die Blutanalyse umfasst die Auswertung der jeweiligen Blutfette (HDL-, LDL-Cholesterin, Triglyzeride), des Blutzuckers und der Nierenwerte (Kalium, Kreatinin, Harnsäure). Außerdem gibt das entnommene Blut Auskunft über die zellulären Bestandteile (Leuko-, Thrombo- und Erythrozyten, Hämatokrit).
Der Urin hingegen wird auf Reste von Eiweiß und Erythrozyten (rote Blutkörperchen) geprüft.
Weichen z. B. die Nierenwerte in beiden Körperflüssigkeiten von der Norm ab, kann eine gestörte Nierenfunktion vorliegen.
Das EKG (Elektrokardiogramm), auf Deutsch Herzspannungskurve, gibt umfassende Informationen über Herzfrequenz, -rhythmus und die Fähigkeiten der Vorhöfe und Herzkammern. Zusätzlich liefert es Hinweise differenzierter Veränderungen, z. B. verdickter Herzmuskel, erhöhte einseitige Herzbelastung, Entzündungen. Ein EKG kann fast überall, schmerzlos und umkompliziert erstellt werden.

Ordnet der Arzt die Langzeitmessung des Blutdrucks an, möchte er eine realistische Summe von Messdaten erfassen. Denn des Tags ist der Mensch aktiver, also ist sein Blutdruck demnach höher. Über den Zeitraum von 24 Stunden misst dann ein transportables Gerät in regelmäßigen Abständen. Dazu bekommt der Patient am Oberarm eine Manschette installiert und ein „kleines Kästchen“ umgehängt. Auch diese Methode ist relativ umkompliziert (außer das Instrument streikt) und vor allem schmerzfrei.

Disclaimer:
Diese Informationen dürfen auf keinen Fall als Ersatz für ärztliche Beratung angesehen werden. Der Inhalt von bestesalter.net kann und darf auf keinen Fall verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen. Wenden Sie sich bitte bei Beschwerden immer an Ihren Arzt.


Autor: admin

Kommentare

Es sind noch keine Kommentare zu diesem Beitrag vorhanden.

Kommentar verfassen

Sie müssen eingeloggt sein um diesen Beitrag kommentieren zu können


Artikel Schreiben