» Bestesalter.net » Artikel » Gesundheit » Vorsorge » Akupunktur

Akupunktur (Vorsorge)

Akupunktur gehört zur traditionellen chinesischen Medizin. Dabei handelt es sich um die wohl älteste und am weitesten verbreitete Heilmethode der Welt. So stammt die älteste bekannte schriftliche Erwähnung aus dem zweiten Jahrhundert vor Christus. Bei den Chinesen wird der Mensch in seiner Gesamtheit betrachtet. Einzelne Fachrichtungen wie in der westlichen Welt gibt es in der chinesischen Medizin nicht.

Dabei sollen nicht nur bestehende Krankheiten geheilt, sondern auch der Entstehung solcher vorgebeugt werden.

Die Akupunktur wird bei diversen Erkrankungen eingesetzt, wobei eine abschließende Aufzählung wegen des Umfangs nicht möglich ist: Kopfschmerzen, Tumorschmerzen, Kniegelenkschmerzen, Migräne, Schlaganfall, Asthma, Heuschnupfen, Essstörungen, Magengeschwüre, Tinnitus, Neurodermitis und Tennisellenbogen.

Die Akupunktur ist eine Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation(WHO).

Ablauf der Akupunktur
In die so genannten Akupunkturpunkte des menschlichen Körpers werden Nadeln gestochen. Damit sollen Störungen im Inneren des Körpers beseitigt oder wenigstens gemildert werden. Dabei gibt es entweder die Körper-, Schädel- oder Ohrakupunktur.

Alternativ dazu können die Punkte auch erwärmt werden. Man spricht dann auch von der Moxibustion.

Vor dem Einstich der Nadel wird die Stelle und die Umgebung drum herum leicht massiert. Allerdings sollen so wenig Punkte wie möglich gestochen werden. Zumeist sind es nicht mehr als 16.

Alle Punkte liegen auf so genannten Leitlinien, die wiederum als Meridiane bezeichnet werden. Darin soll die Lebensenergie kreisen, die bei den Chinesen unter den Namen Ying und Yang bekannt ist. Bei ihnen handelt es sich um lebenserhaltende Kräfte, sie verhalten sich aber als Gegenpole zueinander. Nur wenn Ying und Yang im absoluten Gleichgewicht stehen, wird in der chinesischen Medizin ein idealer Gesundheitszustand angenommen. Bei einem Ungleichgewicht kommt es auf Dauer zu Erkrankungen.

Bei der Akupunktur werden nur sehr feine Nadeln verwendet, weshalb sich die Behandlung gut ertragen lässt. Dabei soll der leichte Einstichschmerz noch geringer sein als bei der Verabreichung von klassischen Spritzen durch den Arzt.

Die Nadeln verbleiben etwa 20 bis 30 Minuten in den Körperpunkten. Währenddessen entspannt sich der Patient auf einer Liege oder in einem Sessel.

Schon Kinder ab dem achten Lebensjahr können nach der ältesten chinesischen Heilmethode behandelt werden. Allerdings werden dann noch dünnere Nadeln eingesetzt.

Wirkung der Akupunktur
Bis heute kann die Wirkung der Akupunktur nicht genau erklärt und wissenschaftlich belegt werden. Aber es gibt erste Erklärungsansätze.

Die heilende Wirkung der Nadeln beruht unter anderem darauf, dass durch die Nadeln ein stimulierender Reiz entsteht, der im Gehirn die vermehrte Ausschüttung von schmerzlindernden und stimmungsaufhellenden Substanzen auslöst.

Diese Substanzen, wozu unter anderem Serotonin und Endorphin gehören, sind auch unter dem Begriff „Glückshormone" bekannt.

Mit Hilfe einer Kernspintomographie konnten stark erhöhte Aktivitäten in einzelnen Hirnbereichen nachgewiesen werden.

Mittlerweile gibt es zahlreiche wissenschaftliche Studien, die belegen, dass die Nadeltherapie bei einigen Erkrankungen der Schuldmedizin um einiges voraus ist. So etwa bei Heuschnupfen, allergischem Asthma und dem Tennisellenbogen.

Solange die Akupunktur fachgemäß erfolgt, gibt es kaum und nur minimale Nebenwirkungen. Möglich ist mal ein Taubheitsgefühl oder etwas Blut, das an der Einstichstelle austritt. Hiervon sind aber nur etwa acht Prozent aller Patienten betroffen.

Wichtig ist, dass die Nadeltherapie nichts heilen kann, was bereits irreparabel zerstört ist. Daher kann nur „repariert" werden, was gestört ist.

Kritik
Interessanterweise gibt es eine Studie, nach der die Scheinakupunktur ebenso wirksam ist wie die richtige Akupunktur. Bei der Scheinakupunktur werden die Nadeln in andere Punkte gestochen, als wie sie von der chinesischen Medizin vorgegeben werden.

Nicht nur die Kritiker, sondern auch die Verfechter der Akupunktur warnen vor einer Anwendung bei lebensbedrohlichen Erkrankungen, wie etwa Krebs oder Multiple Sklerose. Denn in solchen Fällen werden die Heilmethoden der Schulmedizin zumeist gar nicht oder zu spät angewendet.
Autor: admin

Kommentare

Es sind noch keine Kommentare zu diesem Beitrag vorhanden.

Kommentar verfassen

Sie müssen eingeloggt sein um diesen Beitrag kommentieren zu können


Artikel Schreiben