» Bestesalter.net » Artikel » Gesundheit » Vorsorge » Gebärmutterhalskrebs – Vorsorge

Gebärmutterhalskrebs – Vorsorge (Vorsorge)

Der Gebärmutterhalskrebs wird auch kurz Gebärmutterkrebs genannt und gerade im Anfangsstadium verursacht er zumeist keinerlei Beschwerden. Noch zu Beginn der 1970iger Jahre gehörte diese Erkrankung zu den häufigsten Krebsarten bei Frauen. Im Jahre 1971 wurde dann ein gesetzliches Früherkennungsprogramm eingeführt, was rasch erste Erfolg zeigte. Seither können alle Frauen ab dem 20. Lebensjahr einmal jährlich eine kostenlose Krebsvorsorge beim Frauenarzt in Anspruch nehmen.

Mit Erreichen des 35. Lebensjahrs sogar alle sechs Monate. Damit können Zellveränderungen am Gebärmutterhals schon sehr früh erkannt und beseitigt werden. Diese Vorstufe ist aber keinesfalls die Krebserkrankung selbst. Daher ist die Zahl der jährlich an Gebärmutterhalskrebs erkrankten Frauen seit den 1970iger Jahren stetig zurück gegangen.

Tastuntersuchung
Der Arzt wird mit der so genannten Tastuntersuchung beginnen. Hierbei wird über die Bauchdecke der gesamte Gebärmutterkörper abgetastet und über die Scheide der Gebärmutterhals, der Muttermund sowie der Gebärmutterkörper.

Pap-Test
Der so genannte Pap-Test geht auf die beiden Ärzte und Anatomen G.N. Papanicolaou (1883-1962) und H. F. Traut (1894-1963) zurück. Sie haben in den USA eine spezielle Methode erfunden, um Zellen zu beurteilen. Beim Pap-Test wird die Scheide mit einem Spekulum entfaltet, so dass der Arzt unter Zuhilfenahme eines kleinen Spiegels einen freien Blick auf den äußeren Muttermund hat. Die Anwendung des Spekulum ist absolut schmerzfrei. Anschließend wird mit einem Wattestäbchen oder einem Spatel Zellmaterial vom Muttermund und dem Gebärmutterhalskanal entnommen. Der eigentliche Pap-Test findet erst im Labor statt. Nachdem die Zellen auf einer Glasplatte aufgetragen wurden, werden sie in einem Speziallabor unter dem Mikroskop auf Veränderungen untersucht. Sollten sich Veränderungen zu einem normalen Zellbild zeigen, würde der Arzt weitere Untersuchungen veranlassen.

Impfung
Seit wenigen Jahren, nämlich seit 2006, gibt es auch die Möglichkeit einer Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs. Sie kann aber nur bei Mädchen vor dem ersten Geschlechtsverkehr durchgeführt werden. Hierbei sind Mädchen zwischen dem 12. und 17. Lebensjahr gemeint. Indem der Gebärmutterhals in jungen Jahren sehr anfällig gegenüber einer Infektion ist, infizieren sich viele Frauen zumeist schon in ihrer Jugend mit den so genannten Humane Papillomviren, kurz HPV. Aber bei einem Großteil der Mädchen bzw. Frauen bleibt dies ohne bösartige Folgen.

Die Impfung schützt vor den beiden häufigsten Erregern – HPV 16 und 18. Denn sie verhindert eine Ansteckung mit dem sexuell übertragbaren HPV. Allerdings kann eine Erkrankung nicht ganz ausgeschlossen werden. Vielmehr kann durch die Impfung nur das Risiko verringert werden, an Gebärmutterhalskrebs in späteren Jahren zu erkranken. Denn es gibt noch andere gefährliche HPV – Typen. Für Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren werden die Kosten für eine Impfung von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen. Insgesamt müssen drei Injektionen gegeben werden, die über ein Jahr verteilt sind. Im Rahmen von Nebenwirkungen kann es zu Fieber, Rötungen, Schmerzen und Schwellungen an der Einstichstelle kommen. In den ersten fünf Jahren nach der Impfung konnte belegt werden, dass die Impfung nach wie vor anhält. Inwiefern aber in späteren Jahren eine Auffrischung erforderlich ist, konnte noch nicht festgestellt werden.
Autor: admin

Kommentare

Es sind noch keine Kommentare zu diesem Beitrag vorhanden.

Kommentar verfassen

Sie müssen eingeloggt sein um diesen Beitrag kommentieren zu können


Artikel Schreiben