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Homöopathie – Was ist dran? (Vorsorge)

Man geht davon aus, dass bei einem erkrankten Menschen das innere Gleichgewicht gestört ist. Mit der Homöopathie wird das Ziel verfolgt, dass Gleichgewicht wieder herzustellen, wobei sich der Körper selbst heilen soll. Dafür wird der Mensch in seiner Gesamtheit betrachtet, denn eine Krankheit ist das Ergebnis körperlicher und seelischer Störungen. Hierbei werden Arzneimittel angewendet, die bei einem gesunden Menschen ähnliche Symptome hervorrufen würden. Daher werden die Arzneimittel, bevor sie zum Verkauf angeboten werden, an gesunden Menschen getestet. Dabei entsteht für jedes einzelne Arzneimittel eine Art „Steckbrief“.

Anwendungsgebiete und die homöopathische Untersuchung
Bei allen Krankheiten, die die Möglichkeit zur Selbstheilung bieten, wird Homöopathie angewendet. Dazu sollen insbesondere psychosomatische und chronische Krankheiten wie Heuschnupfen oder Neurodermitis gehören. Aber auch klassische Krankheiten wie eine Erkältung oder Kopfschmerzen werden mit Homöopathie behandelt. Insgesamt ist die Liste der Anwendungsbereiche lang – beispielhaft seien Bronchitis, Arthrose, Muskelschmerzen, Wechseljahresbeschwerden sowie Hautausschläge und Magenbeschwerden genannt.

Der Patient wird zwar auch nach den körperlichen Beschwerden gefragt. Eine gleich große Rolle spielen aber auch die psychischen Symptome. Daher wird der Patient vor allem zu seiner Gemütslage befragt. Hinzu kommt eine Abfrage des alltäglichen Verhaltens, wie etwa Ernährung, Träume und das Schlafverhalten.

Grenzen der Homöopathie
Dort, wo der Körper keine Selbstheilungskräfte besitzt, kann die Homöopathie nicht angewendet werden. Dazu gehört zum Beispiel Diabetes. In solchen Fällen muss unbedingt ein Arzt aus dem Bereich der Schulmedizin konsultiert werden.

Ein seriöser Homöopath wird Sie darauf hinweisen, im Zweifel immer einen ärztlichen Rat einzuholen und sich eben nicht allein auf die Homöopathie zu beschränken.

Kritik
Die Wirksamkeit der Homöopathie ist nach wie vor nicht wissenschaftlich belegt. Bis heute wurden etwa 100 unabhängige Studien durchgeführt. Bereits im 19. Jahrhundert hatte diese Form der alternativen Heilmethode einen sehr schlechten Ruf. So gehen Kritiker davon aus, dass die Arzneimittel allenfalls einen Placebo – Effekt auslösen. Mitunter kann die Behandlung auch sehr gefährlich, gar lebensgefährlich sein, indem ernsthafte Erkrankungen nicht oder zu spät von einem Schulmediziner untersucht und behandelt werden.
Die homöopathische Medikation wird allein anhand der äußerlich sichtbaren Symptome vorgenommen. Untersuchungen wie Röntgen, Ultraschall oder Blutproben werden gänzlich unterlassen. Dann müsste aber auch jede Erkrankung mit den gleichen Symptomen, egal ob durch Bakterien, Viren oder eine Allergie hervor gerufen, gleich behandelt werden. Insofern widerspricht sich die Homöopathie. Und auch die Auswahl der Medikamente resultiert allein auf einer subjektiven Einschätzung des Homöopathen. Er beurteilt, ob er etwas als Ähnlich einschätzt oder nicht.
Autor: admin

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