» Bestesalter.net » Artikel » Gesundheit » Vorsorge » Krebsvorsorge

Krebsvorsorge – Was leisten die Kassen?

Auf die Frage, welche im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung entstandenen Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden, geben die Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses und dessen Leistungskatalog eine Antwort. Indem sich die Vorsorgeuntersuchungen an bestimmte Altersgrenzen orientieren, halten sich auch viele Krankenkassen streng an diese Vorgaben. Wer also in jüngeren  Jahren eine Vorsorgeuntersuchung wünscht, muss diese regelmäßig aus eigener Tasche zahlen. Es handelt sich dabei um eine ärztliche Individualleistung, die auch unter der Abkürzung IGeL (individuelle Gesundheitsleistungen) bekannt ist.
Bei weitem nicht jeder Patient macht von der Möglichkeit einer kostenfreien Krebsvorsorgeuntersuchung Gebrauch. So sind es zwar bei den Frauen immer noch dreiviertel, aber gerade mal ein Viertel aller Männer schaffen den Gang zum Arzt. Es sei noch bemerkt, dass Praxisgebühren bei diesen Vorsorgeuntersuchungen nicht anfallen.
Leider können nicht alle Krebsarten im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung erkannt werden.

Krebsvorsorge für Frauen
Frauen können bereits ab dem 20. Lebensjahr ihre erste kostenlose Krebsvorsorgeuntersuchung wahrnehmen. Gemeint ist damit eine einmal jährlich stattfindende Untersuchung der Genitalien, wozu unter anderem ein Abstrich und eine zytologische Untersuchung gehört. Mit dem beginnenden 30. Lebensjahr übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen einmal im Jahr eine Brust- und Hautuntersuchung. Hierbei werden die Brust und regionäre Lymphknoten abgetastet. Außerdem gibt es eine Anleitung zur Selbstkontrolle. Ab dem 50. Lebensjahr gibt es die Möglichkeit, jährlich eine kostenlose Dickdarm- und Rektumuntersuchung in Anspruch zu nehmen. Dabei wird der Enddarm abgetastet und ein so genannter Hämokkulttest durchgeführt, um den Stuhl auf Blut zu untersuchen. Zusätzlich kann zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr alle zwei Jahre ein Mammografiescreening auf Kosten der gesetzlichen Krankenkasse beansprucht werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit einer Röntgenuntersuchung der Brust durch zertifizierte Screeningeinheiten. Daneben wird ab dem 55. Lebensjahr zweimal in zehn Jahren eine Darmspiegelung oder wahlweise alle zwei Jahre ein Hämokkulttest von der Krankenkasse bezahlt.

Krebsvorsorge für Männer
Bei Männern geht es mit denen durch die gesetzliche Krankenkasse übernommenen Kosten für ein Krebsvorsorgeuntersuchung bedeutend später los. So haben Männer ab dem 45. Lebensjahr Anspruch auf eine einmal jährlich durchgeführte kostenfreie Untersuchung der Prostata, der Geniatlien sowie der Haut. Dabei wird unter anderem die Prostata sowie die Lymphknoten abgetastet und es findet eine Anamnese zu eventuellen Beschwerden oder Veränderungen statt. Mit dem 50. Lebensjahr wird einmal im Jahr eine Dickdarm- und Rektumuntersuchung angeboten. Das umfasst das Abtasten des Enddarms sowie einen Hämokkulttest auf Blut im Stuhl. Und schließlich können Männer ab dem 55. Lebensjahr zweimal alle zehn Jahre eine Darmspiegelung oder alternativ alle zwei Jahre einen Hämokkulttest auf Kosten der gesetzlichen Krankenkasse durchführen lassen.

Krebsvorsorge für privat Krankenversicherte
Wenn Sie in einer privaten Krankenversicherung versichert sind, dann gelten für Sie die individuellen Versicherungsbedingungen Ihrer Versicherungsgesellschaft. Regelmäßig werden Sie in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen näheres über die von der Versicherung getragenen Krebsvorsorgeuntersuchungen erfahren.
Autor: admin

Kommentare

Es sind noch keine Kommentare zu diesem Beitrag vorhanden.

Kommentar verfassen

Sie müssen eingeloggt sein um diesen Beitrag kommentieren zu können


Artikel Schreiben