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Brustkrebs Vorsorgeuntersuchung (Vorsorge)

Brustkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen. In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 43.000 Frauen neu an dieser Krebsart. Und 19.000 Frauen sterben jedes Jahr daran. Gerade bei Brustkrebs lohnt sich eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung. Denn wenn Brustkrebs im Anfangsstadium entdeckt wird, liegen die Heilungschancen bei über 90 Prozent.

Nicht nur der Arzt ist ein wichtiger Teil für Ihre Vorsorgeuntersuchung. Schon zu Hause können Sie regelmäßig Ihre Brust selbst untersuchen und so recht früh Veränderungen erkennen. Die genauen Griffe zeigt Ihnen Ihr Frauenarzt. Sinnvoll ist die Selbstuntersuchung einige Tage nach der Periode. Denn dann lassen sich mögliche Verhärtungen und Knötchen am besten ertasten. Das Abtasten erstreckt sich vor allem auf den Bereich des Brustgewebes sowie die Achselhöhlen. Auch veränderte Brustwarzen, eventuelle Entzündungen oder eine Größenveränderung der Brust sollten schleunigst von einem Arzt untersucht werden. Schauen Sie daher regelmäßig mit einem kritischen Blick in den Spiegel.

Bei der Selbstuntersuchung werden die meisten Knoten entdeckt, daher sollte darauf keinesfalls verzichtet werden.

Trotz der Möglichkeit der Selbstuntersuchung sollten Sie zudem das von der gesetzlichen Krankenkasse kostenfrei angebotene Mammographie - Screening wahrnehmen. Alle zwei Jahre können Frauen zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr eine kostenlose Untersuchung in Anspruch nehmen. Sie erhalten sogar eine Einladung, die aber keinesfalls verpflichtet.

Dabei werden Röntgenaufnahmen der Brust vorgenommen. Dabei werden von jeder Brust zwei Aufnahmen angefertigt – eine von der Seite und die andere in vertikaler Richtung nach oben.

Die Strahlenbelastung ist bei der Mammographie sehr gering und schon kleinste Veränderungen im Gewebe können genau abgebildet werden. Mit der Mammographie können Tumore ab einer Größe von zwei Millimetern entdeckt werden.

Bei jüngeren Frauen wird das Screening eher weniger empfohlen. Denn das Brustgewebe ist wesentlich dichter und drüsenreicher, so dass gerade die kleinen Knoten nur schwer erkannt werden können.

Für jüngere Frauen besser geeignet ist eine Ultraschalluntersuchung der Brust (Sonografie). Im Übrigen kann diese Form der Vorsorgeuntersuchung auch gut als Ergänzung zur Mammographie herangezogen werden. Die Ultraschalluntersuchung hat den Vorteil, dass gutartige Zysten von einem Knoten sehr sicher unterschieden werden können.

Allerdings ist diese Früherkennungsmaßnahme nicht Teil der Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen, weshalb sie aus eigener Tasche bezahlt werden muss. Nur ausnahmsweise kommt die Krankenkasse für die Kosten auf, wenn der Befund der Mammographie unklar ist.

Die Galaktografie ist eine Ergänzung zur Mammographie und Ultraschalluntersuchung. Wenn die Befunde der Untersuchung unklar sind, wird vor dem Röntgen ein Kontrastmittel gespritzt. Damit werden die Milchgänge der Brust sichtbar und kleinste Veränderungen werden sichtbar.

Eine weitere Vorsorgeuntersuchung ist die Kernspintomographie. Anders als bei der Mammographie werden hierbei keinerlei schädlichen Röntgenstrahlen ausgestrahlt. Diese Untersuchung wird gerade bei jüngeren Frauen eingesetzt, bei den die Mammographie zum einen wenig aussagekräftig ist und die zum anderen aus genetischen Gründen an einem erhöhten Brustkrebsrisiko leiden.

Lassen Sie sich von ihrem Arzt beraten und nutzen Sie die Möglichkeiten der Vorsorgeuntersuchung.
Autor: admin

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