Blutdruck - Was wird gemessen? (Vorsorge)
Was passiert beim Blutdruckmessen? Blutdruckmessen ist eine simple, schnelle Angelegenheit. Bereits Mittdreißiger sollten einmal pro Jahr ihre Werte überprüfen lassen. Sofern Familienmitglieder (Eltern, Großeltern) von Hypertonie betroffen sind, wird zum früheren und zeitlich engerem Check geraten. Für jeden aufmerksamen Hausarzt gehört die Messung des Blutdrucks zur Untersuchung dazu. Oft haben Apotheken haben diese Dienstleistung gratis in ihrem Angebot.
Beim Arzt geschieht folgendes:
- Anlegen der Manschette am Oberarm, der Umschlag endet zwei Querfinger oberhalb der Ellenbeuge
- Aufsetzen des Stethoskops, direkt in der Ellenbeuge
- Aufpumpen der Manschette (mit Blasebalg) bis der arterielle Fluss im Oberarm durch den erzeugten Druck unterbrochen wird (Test: Puls am Handgelenk nicht mehr tastbar)
- danach langsam, aber kontinuierlich Luft entweichen lassen; Blutfluss wieder stoßweise möglich
- ist der erste Impuls zu hören, beziffert er den systolischen Wert
- Vorgang fortsetzen (Luft ablassen) bis das pulsierende Geräusch verstummt
- letzter Laut dokumentiert den diastolischen Messwert, die Arterie ist vollständig offen und nicht mehr gestaut
Immer mehr Menschen sparen sich den Gang zum Arzt, erfassen ihre Daten in den eigenen vier Wänden. Handelsübliche Geräte messen halb- oder vollautomatisch, sind für das Handgelenk oder den Oberarm konzipiert. Die Instrumente ermitteln ohne Stethoskop Druckschwankungen im Gefäß. Sie dokumentieren die Oszillationen zwischen Systole und Diastole, analysieren die Ergebnisse elektronisch. Etliche Exemplare speichern die Angaben, manche verfügen über die Funktion „Ausdrucken“.
Richtwerte Wird der Blutdruck herkömmlich –also analog- bestimmt, treibt dieser die Quecksilbersäule dementsprechend in die Höhe. Dafür steht die Maßeinheit Millimeter Quecksilbersäule (mmHg). Ein Millimeter an der Skala entspricht dem ausgeübten Druck eines Millimeters Quecksilber. Bluthochdruck lässt sich anhand einer Ampel am besten erklären:
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Systole
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Diastole
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grün
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< 130 mmHg
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< 85 mmHg
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gelb
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130 – 139 mmHg
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85 – 89 mmHg
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rot
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> 140 mmHg
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> 90 mmHg
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Liegen die Messwerte über 140/90 mmHg, zieht der Arzt eine Hypertonie in Betracht. Wobei sich der Bluthochdruck in drei verschiedene Abstufungen untergliedert:
Hypertonie
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Systole
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Diastole
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leicht
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140 - 159 mmHg
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90 – 99 mmHg
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mittelschwer
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160 – 179 mmHg
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100 – 109 mmHg
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schwer
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> 180 mmHg
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> 110 mmHg
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Bluthochdruck ist also nicht gleich Bluthochdruck. Daher verlangt die medikamentöse Einstellung weitere Untersuchungen, vom Behandler Fingerspitzengefühl, das Erfragen der Lebensumstände und möglicher Risikofaktoren. Denn Hypertonie schadet nicht nur den komplexen Abläufen des Herz-Kreislaufsystems, sondern fördert in Kombination mit erhöhten Blutfetten den Herzinfarkt. „Weniger bekannt ist, wie stark ein hoher Blutdruck die Nieren schädigen kann – bis zum endgültigen Nierenversagen“, erklärt Prof. Andreas Kribben, Direktor der Klinik für Nephrologie am Universitätsklinikum Essen. (1) Quelle: Alverde, November 2009, Seite 39
Disclaimer: Diese Informationen dürfen auf keinen Fall als Ersatz für ärztliche Beratung angesehen werden. Der Inhalt von bestesalter.net kann und darf auf keinen Fall verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen. Wenden Sie sich bitte bei Beschwerden immer an Ihren Arzt.
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Autor: admin
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